Nahrungsmittelvorsorge


Gefüllte Lager sind effizienter als Autarkie

 

 Die Geschichte der wirtschaftlichen Landesversorgung ist eng verknüpft mit der Geschichte des Bundesstaates. Deshalb ist es wenig überraschend, dass die Einschätzung der Versorgungssituation durch den Bund in direkten Zusammenhang mit den Konflikten des 19. und 20. Jahrhunderts gestellt werden kann. Die Verschiebung der Prioritäten von kriegsbedingten Versorgungsengpässen hin zu schweren Mangellagen muss im Rahmen desselben Kontextes betrachtet werden. Die immer stärkere Vernetzung der Wirtschaft im Zuge der Globalisierung und die hohe Dynamik moderner Versorgungsprozesse verlangen eine zunehmend raschere Reaktion auf Störungen. Als Störungen, d.h. reale Gefährdungen gelten der Klimawandel mit vermehrt auftretenden negativen Umweltereignissen, Epidemien, Handelskonflikten und deren Auswirkungen auf die immer komplexeren Versorgungsketten. Sie stehen heute im Fokus der wirtschaftlichen Landesvorsorge. 


Was das Unterrichtsmaterial behandelt

Von Pflichtlagern haben vielleicht einige schon gehört. Doch was darin gelagert wird, wo sich diese befinden und wer dafür verantwortlich ist, wissen wohl die wenigsten. 

 

Ein brandaktuelles Thema 

Gerade durch die aktuellen Ereignisse (Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Energie-Krise) ist die Versorgungssicherheit als Thema vermehrt in die Fokus gerückt. 

Genau hier setzt das vorliegende Modul an. So werden nebst dem geschichtlichen Hintergrund der Pflichtlager auch Hamsterkäufe und deren Hintergründe sowie der Selbstversorgungsgrad der Schweiz  thematisiert.

 

Wie oft kann das Schulschwimmbad mit dem gelagerten Kaffee gefüllt werden?

Anhand von praktischen Beispielen und Anschauungsmaterial erfahren die Schülerinnen und Schüler, welche Mengen an Nahrungsmitteln verteilt in der Schweiz gelagert werden und wie dafür gesorgt wird, dass diese stets frisch und geniessbar bleiben.


Lehrplanbezug (LP 21)

Die Schülerinnen und Schüler können Einflüsse auf die Gestaltung des Konsumalltages erkennen. (WAH.3.1)


Die Schülerinnen und Schüler können globale Herausforderungen der Ernährung von Menschen verstehen. (WAH4.5)


Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Fragen der zukünftigen Ernährungssicherung einer steigenden Weltbevölkerung auseinander. (WAH.4.5c)


Die Schülerinnen und Schüler können Handlungsmöglichkeiten als Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung diskutieren. (WAH.4.5.d)

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